Hürden überwinden – neue Wege schaffen

PRESSEMITTEILUNG Köln, 06.12.2017 Auch 2016 ist die Zahl der Menschen, die sich an das ADB Köln wandten, wieder einmal gestiegen. Dies zeigte sich bei der statistischen Auswertung der eingegangenen Diskriminierungsbeschwerden, die das ADB Köln in ihrem Jahresbericht 2016 nun vorstellt: während das Büro 2014 noch 104 Fälle verzeichnete, waren es 2015 bereits 112 Fälle und 2016 114 gemeldete Diskriminierungsfälle. Die Tendenz ist weiterhin steigend. Am häufigsten genannt wurden 2016 Diskriminierungen in den Bereichen Ämter/Behörden, Güter/Dienstleistungen und Wohnen mit jeweils 17%. „Gerade in diesen Bereichen begegnen Menschen immer wieder Hürden und Barrieren, die ihnen Zugänge verwehren oder auch erschweren“, so Berivan Moğultay-Tokuş, Referentin und Beraterin des ADB Köln. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, diese Hürden sichtbar zu machen, und neue Wege zu schaffen“ Zudem wurde mit einem Anteil von 18% eine Diskriminierung aufgrund des Aufenthaltsstatus genannt, womit sich diese statistische Größe im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt hat. Dies unterstreicht, dass sich deutlich mehr geflüchtete Menschen aufgrund rassistischer Diskriminierungserfahrungen an uns gewandt haben. Die gemeldeten Diskriminierungsfälle dienen als Grundlage für die Öffentlichkeitsarbeit und die Projektarbeit des ADBs. Über die Projektarbeit hinaus hielten und organisierten die Mitarbeiter_innen Vorträge sowie Antidiskriminierungs- und Empowermentworkshops. Das AntiDiskriminierungsBüro (ADB) Köln in Trägerschaft des Vereins Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V., setzt sich seit 1995 aktiv dafür ein, eine Kultur der Gleichbehandlung zu verwirklichen. Das Büro berät und begleitet Menschen, die von Ausgrenzung und Benachteiligung betroffen sind, und ermutigt diese, für ihre Rechte einzustehen. Der Jahresbericht kann hier heruntergeladen werden oder unter folgender Adresse gegen Porto oder eine freiwillige Spende bestellt werden: AntiDiskriminierungsBüro (ADB) Köln Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V. Berliner Str. 97-99 51063 Köln Tel. 0221/96476300 E-Mail: info@oegg.de Mit Bitte um honorarfreie Veröffentlichung! Ansprechpartnerin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Berivan Moǧultay-Tokuş Tel.: 0221-96476300 Email: berivan.mogultay@oegg.de

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