Neuer Flyer

In den letzten Jahren wurden beim ADB Köln/ ÖgG e.V. häufig Fälle von Diskriminierung durch Fitnessstudiobetreiber gemeldet. Dabei wurde scheinbar immer auf die gleiche Strategie zurückgegriffen. Die Ratsuchenden berichteten, dass Ihnen bei der Anmeldung mitgeteilt wurde, dass das Fitnessstudio zu voll sei und dass man sich zurzeit nicht anmelden könne. Manchen Ratsuchenden wurde geraten, sich woanders anzumelden, da es Monate dauern könne, bis sie sich anmelden könnten. Anderen wurde gesagt, dass sie auf eine Warteliste gesetzt werden. Die Nachricht, dass ein Platz frei wäre, erhielten die betroffenen Personen nicht. Selten gelang es den Ratsuchenden noch ein Probetraining zu absolvieren oder sich anzumelden. Eine Vertragsklausel ermöglicht es den Fitnessstudiobetreibern aber, die betroffenen Personen innerhalb von zwei Wochen zu kündigen. In Fällen wo es hierzu kam, wurde begründet, dass es ein Losverfahren wegen zu vielen Anmeldungen gäbe. In den beim ADB Köln gemeldeten Fällen, waren bisher immer als Türken, Muslime, Araber oder Geflüchtete gelesene Männer betroffen. Bekannt sind aber auch Fälle von Diskriminierung kopftuchtragender muslimischer Frauen [1]. Die betroffenen Personen kamen nur darauf, dass es sich um rassistische Diskriminierung handeln muss, weil sie bei ihrer Recherche über die Fitnessstudios auf andere Erfahrungsberichte stießen oder weil sie als Deutsche gelesene Freund_innen fragten, ob sie versuchen könnten sich anzumelden. Dies klappte in allen Fällen problemlos und eine Warteliste wurde in keinem Fall erwähnt. Das AntiDiskriminierungBüro Köln/ ÖgG e.V. und die Caritas-Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit Köln möchten mit einem neuen Flyer Betroffene von (rassistischer) Diskriminierung besser erreichen und auf ihr Unterstützungsangebot aufmerksam machen. Wichtig ist dies vor allem, da sie nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) lediglich zwei Monate Zeit haben, um eine Beschwerde einzulegen. [1]https://www.bento.de/politik/diskriminierung-im-fitnessstudio-muslima-im-rollstuhl-wird-ausgeschlossen-a-00000000-0003-0001-0000-000002611498

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